Carpentras und seine Naturschauplätze

Schon immer gab es starke Bande zwischen Carpentras und seiner Umgebung mit den Naturschauplätzen.

Wenn ein Einheimischer von einer Reise zurückkehrt und schon von weitem die vertraute Silhouette des Mont Ventoux erblickt, fühlt er sich gleich zu Hause, auch wenn noch 100 km zurückzulegen sind...

Im Comtat Venaissin gehört der Mont Ventoux zum Alltag. Frühmorgens wirft man einen Blick auf den Berg, um das Wetter abzuschätzen: ein provenzalisches Sprichwort sagt, wenn der Ventoux einen Wolkenhut trägt, wird es regnen...

Vom weißen, steinigen Gipfel schweift der Blick über riesige Landschaften, die sich harmonisch aus Hügeln und Flachland zusammensetzen.
Etwas weiter entfernt ergänzen das Kalkmassiv der Dentelles de Montmirail, die Schluchten der Nesque und die Hochebene von Sault die landschaftliche Vielfalt.

In der Ebene am Fuß des Berges sind viele Dörfer im Rhythmus des Mistrals und der zirpenden Zikaden verstreut. Carpentras, die Stadt in der Mitte, ist ein idealer Aufenthaltsort, um den Landstrich zu entdecken, der große Dichter und Botaniker in unversehrter Natur inspiriert hat: Mistral, Petrarca, Jean-Henri Fabre...

„Um den Ventoux, der blitzgespalten
Zum Himmel ragt, den weißen Alten,
Zu dessen Füßen sich der Hügel Kette dehnt“

F. Mistral in „Mirèio“


 
“Et Ventoux, que le tonnerre laboure
Ventoux qui, vénérable, dresse
Sur les collines blotties sous lui
Sa tête blanche jusqu’aux astres”

F. Mistral dans “Mirèio”